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Begegnung mit Angaangaq und seiner Arbeit.

Erstellt am: 01.09.2009

Eine Erfahrungsgeschichte

Hier finden Sie den Text als PDF Version in deutsch und englisch.

Im Juli 2007 ging ich zur osteopatischen Behandlung zu einem Freund. Schon bald konnte ich spüren, wie ich mich entspannte und meine Rückenbeschwerden abnahmen.
„Da ist noch etwas. Ein Mann steht an einem Ufer, es könnte ein Indianer sein. Er braucht Hilfe von Dir,“ sagte der Behandelnde, der auch Reiki - Meister ist.


Bestürzt und verwirrt ging ich nach Hause. Von mir Hilfe erwarten, wie sollte das geschehen? Wie konnte das sein, dass ich als „Baby“ in der schamanischen Arbeit um Hilfe gebeten werde. Oder war das nur Einbildung?

Ich begab mich auf eine schamanische Reise und stellte mich zur Verfügung.

Recht schnell tauchte ein Mann auf, den ich von hinten sehen konnte. Ich fragte ihn, wer er sei und was er wolle. Er sagte, sein Name sei Angakkoq. „Ich bin der Führer dieses Volkes“, sagte er und ich sah, wie sich sein Volk in zwei verschiedenen Richtungen aufteilte und auseinander trieb. Er wusste nicht, wie er sein Volk wieder einen sollte.

Nach einer spirituellen Unterstützung sah ich, wie sein Volk den Weg wieder gemeinsam fortsetzte. Es war eine frohe und von Glück erfüllte Atmosphäre. Er dankte und ging mit seinem Volk weiter.

Ein Eisbär kletterte hinter ihnen auf eine Eisscholle, schaute mich an und sagte: „Ich werde sie begleiten und beschützen. Ich bin ein Krafttier dieses Volkes“.

Es begann eine Zeit, in der ich verschiedene Wege versuchte, um herauszufinden, wer dieser Mann sei. Vielleicht hatte sich diese Geschichte ereignet als es noch keine Aufzeichnungen gegeben hatte. Möglicherweise hatte dieser Mann vor vielen Generationen gelebt. Doch niemand konnte mir weiterhelfen. Weder Internet noch Literatur enthielten Anhaltspunkte, so dass ich die Angelegenheit schließlich vergaß.

Im November 2008 besuchte ich, auf Empfehlung eines Freundes, ein Seminar mit Angaangaq. Als ich ihn sah, fiel mir meine Frage nach diesem Namen wieder ein. „Kennst Du einen Mann, namens Angakkoq?“ Angaangaq sagte nur „Ja“. Später schilderte ich ihm meine Reiseerlebnisse. Er gab mir den Hinweis eine weitere Reise zu unternehmen. Dabei sollte ich dem Mann auf die Schulter klopfen, damit er sich umdrehe. Ich solle ihm in die Augen und ins Herz schauen.

Ich war mit einer heftigen Bronchitis auf das Seminar gefahren. Ich hatte das Gefühl, das es ganz wichtig sei dort hinzukommen.

In der ersten Nacht konnte ich vor Schmerzen beim Atmen nicht schlafen. Es wäre einfacher gewesen zu sterben als weiter zu leben. Ich rief alle Krafttiere zu Hilfe. Schließlich schlief ich im Morgengrauen ein.

Ich erwachte nach wenigen Stunden Schlaf ohne Schmerzen und konnte von Stunde zu Stunde weitere Heilungsschritte wahrnehmen.

Am Abend sollte eine heilige Schwitzhütten-Zeremonie stattfinden. Angaanaq prüfte mich und entschied, dass ich ohne Gefahr an der Zeremonie teilnehmen könne.

Vor der Zeremonie machte ich noch eine schamanische Reise und traf Angakkoq wieder. Mit offenen Armen stand er am Ufer und grüßte mich. Ich konnte dunkelbraune Augen und einen Bart sehen. Das schwarze Haar war mal mit und mal ohne Kapuze zu sehen. Und ich sah ein strahlendes und leuchtendes Herz.

Er lud mich in sein Land ein. Wir wanderten eine lange Weile. Dann lud er mich in seine Schwitzhütte ein.

Mit diesem Bewusstsein aus der Reise betrat ich die Schwitzhütte und hatte das Gefühl, dass Angakkoq mit uns in die Schwitzhütte ging.

Am nächsten Tag berichtete ich Angaangaq von diesem Erlebnis und sagte: „Nun erzähl mir, was Du von Angakkuq weißt“. Er legte seine rechte Hand auf sein Herz und sagte: „Ich bin es“.

Zu Hause las ich ein Buch „Altes Wissen für eine neue Zeit“, das unter anderem ein

Interview mit Angaangaq enthält. Hier endlich fand ich auch den Namen Angakkoq. In der Tradition der Eskimo-Kalaallit aus Westgrönland gilt der Titel „Angakkoq“ als höchster spiritueller Rang für einen Heiler (dann Medizinmann/Medizinfrau, dann Schamane). Im Jahre 2006 wurde Angaangaq von seinem Volk zu diesem Dienst berufen - als erster traditioneller Heiler seit 1821.

Vor 30 Jahren wurde Angaangaq von den Ältesten seines Volkes als „Läufer“ in die Welt geschickt. Er hat viele indigene Völker besucht und ist zu einem ihrer Sprecher bei der UNO geworden.

Vom 17.-19. Juli 2009 wird es eine Zusammenkunft unter anderem der Ältesten von Grönland, Ältester aus aller Welt, Wissenschaftlern, Klimaforschern geben. Nach einer alten Prophezeiung wird das heilige Feuer dann nach Grönland zurückkehren, wenn die Bäume wieder in den Himmel wachsen. Die Bäume, die zum Teil 100 Meter parallel zur Erde wuchsen, bis ein Blatt oder eine Blüte aus der Erde schaute, wachsen nun wieder gerade in den Himmel.

Die Asche, der heiligen Feuer aus anderen Kulturen, wird die Grundlage des Feuers auf Grönland sein.

Die dramatischen klimatischen Veränderungen werden Grönland (englisch: Greenland) wieder zu einem grünen Land machen. Somit kann das heilige Feuer zurückkehren. Nicht länger muss das Feuer mit Fischöl entzündet werden.

Viele sind eingeladen an der heiligen Zeremonie teilzunehmen.

Wir suchen Unterstützer, um in dieser Zeit einen heiligen Raum auf der Erde zu halten, in Trommelgruppen das Treffen zu begleiten, um finanziell zu helfen, da die Indigenen ihre Reise nicht selbst finanzieren können.

Viele Träger alten Wissens wollen ihr Wissen weitergeben.

Sie sagen: Wir leben in einer von vielen Veränderungen, Umbrüchen oder Umwälzungen geprägten Zeit. Diese Herausforderung benötigt das alte Wissen.

mit herzlichen Grüßen

Lucia Lotze

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.icewisdom.com

www.fireandice2009.com


Literatur: „Altes Wissen für eine neue Zeit“ von Geseko von Lüpke